admin

Unser Thementag zu Wang Guangqi und das 50jährige Jubiläum des OAI haben es in den Bonner General-Anzeiger geschafft:

http://www.general-anzeiger-bonn.de/bonn/stadt-bonn/Ostasien-bei-uns-in-Bonn-article4108379.html

Wir danken dem Journalist Matthias Lorenz für die Berichterstattung! Das Blatt erscheint übrigens schon seit 1889 unter dem Namen „General-Anzeiger“ und kommt auch in dem berühmten Film „Die Feuerzangenbowle“ von 1944 vor.

Nur eine kleine Richtigstellung: Unser Mitglied heißt nicht Anne, sondern Mariana Münning. Anne Joksch war die Musikerin mit dem Instrument Guzheng.

Wir bedanken uns herzlich bei REEDER & PREUSS dafür, dass wir bei ihnen im Haus den Thementag und unser 50jähriges Bestehen feiern durften.

Kultur bewegt – Musik versteht:
Der Chengduer Wang Guangqi in seiner Wahlheimat Bonn

Samstag, 4. Mai 2019, 15 bis 19 Uhr
Argelanderstraße 33, 53115 Bonn

Zum 100jährigen Jubiläum der 4.-Mai-Bewegung in China stellen wir mit Vorträgen und Musik den Vorboten der Städtepartnerschaft vor: Wang Guangqi. Geboren 1892 in Chengdu reiste der politische Aktivist als Journalist nach Deutschland und entdeckte hier die Musikwissenschaft, mit der er China erneuern wollte. Bis zum Tod 1936 lebte er in der Bonner Argelanderstraße. Ein geselliger Empfang bildet den Abschluss des Thementags.

15 Uhr: Thementag
Christina Till, Universität Hamburg: „Aus Chengdu in die Welt: Wang Guangqi und die Jung-China-Vereinigung im Europa der Zwischenkriegszeit“
Kaffeepause
Anne Joksch: Musik auf der Guzheng (chinesische Zither)
Mariana Münning und Josie-Marie Perkuhn, OAI: „Der Beitrag des OAI zur Wang-Guangqi-Forschung“

18 Uhr: Jubiläumsfeier 50 Jahre OAI
Grußwort von Bürgermeister Reinhard Limbach
Musik auf der Guzheng
Daniel Gerichhausen, OAI: „Die Geschichte des OAI“
Sektempfang

Argelanderstr. 33, Bonn

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir danken herzlich REEDER & PREUSS, die uns die Räumlichkeiten zur Verfügung stellen!

Abstract:

Aus Chengdu in die Welt: Wang Guangqi und die Jung-China Vereinigung im Europa der Zwischenkriegszeit

Vortrag von Christina Till, Hamburg

Wie lässt sich eine vom Zerfall bedrohte Gesellschaft neu ordnen? Welche Rolle spielen Intellektuelle und insbesondere Studierende bei der Neuordnung von Gesellschaft und Staat? Diesen Fragen stellte sich der 1892 in Chengdu, Sichuan, geborene Musikwissenschaftler, studentische Aktivist und Journalist Wang Guangqi in seinen Betrachtungen zu China. Für die deutsch-chinesische Geschichte ist Wang Guangqi von besonderer Bedeutung. Von 1920 bis zu seinem Tod im Jahr 1936 lebte Wang in Deutschland. Vor seiner Abreise aus China war er einer der wichtigsten Akteure der Vierten-Mai-Bewegung, einer studentischen Protestbewegung, die tiefgreifende Auswirkungen auf die Gesellschaft und Politik Chinas in den folgenden Jahrzehnten hatte. In Jung-China (Shaonian Zhongguo), der Zeitschrift der von ihm 1918 zusammen mit weiteren Intellektuellen in Peking gegründeten Jung-China Vereinigung (Shaonian Zhongguo xuehui), wurden Fragen aus Politik und Gesellschaft, Naturwissenschaften und Geisteswissenschaften diskutiert. Hier proklamierte Wang auch die Idee der „Wiederbelebung“ des in alten Ideen verharrenden Chinas durch die Errichtung eines Jung-China. Ab 1920 publizierte er aus Deutschland und stellte seine Interpretation der „Wiederbelebung“ Chinas in vielen Artikeln und Büchern einer breiten chinesischen Leserschaft vor.

Wang Guangqis Aufenthalt in Deutschland und seine Tätigkeiten als Herausgeber und Autor wichtiger chinesischer Publikationen der Republikzeit wurden bis heute nur in Ansätzen erforscht. Die Rolle anderer Mitglieder der Jung-China Vereinigung, die ab 1920 ebenfalls in Europa studierten, für die Entwicklung seiner Auffassung von Nation, Gesellschaft und der Rolle der Intellektuellen blieb bisher unbekannt. Zum 100. Jahrestag der Vierten-Mai-Bewegung wird Christina Till in das Leben dieses außergewöhnlichen Akteurs der deutsch-chinesischen Beziehungen einführen und die Geschichte der von Wang mitbegründeten Jung-China Vereinigung skizzieren.

Musik:

Anne Joksch, Master-Studentin im Fach Sinologie an der Universität Heidelberg, setzt die musikalischen Akzente des Thementags und der Jubiläumsfeier auf der traditionellen chinesischen Zither Guzheng. Ganz im Geiste Wang Guangqis spielt sie verschiedene chinesische und deutsche Stücke, darunter auch Kinderlieder. Wang hoffte, dass gemeinsames Singen aus Kindern moderne und moralisch aufrichtige Bürger gemacht werden können.

Wang Guangqi sitzt auf dem Delfin vor der Ruine des Klosters Heisterbach

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2018 TMI World Day for Audiovisual Heritage Event Series

Welcome Home after Half a Century

27. Oktober 2017, International Conference Hall, Taiwan Traditional Theatre Center

Das OAI hat von Alois Osterwalder in den 1960er Jahren gesammelte Musik- und Kulturschätze aus Taiwan aufbewahrt und schenkt sie nun zurück an Taiwan, wo sie ausgestellt und erforscht werden.

Das Programm ist dem Plakat zu entnehmen.

Das OAI übergibt feierlich die von Alois Osterwalder in Taiwan gesammelten Musikaufnahmen, Opernkostüme und Musikinstrumente zurück an Taiwan. Im OAI wurden sie seit den 1960er Jahren aufbewahrt. In Taiwan werden sie aufbereitet, museal ausgestellt und professionell erforscht.

Die Schenkung nahmen Chu Jui-Hao 朱瑞皓 vom National Center for Traditional Arts 國立傳統藝術中心 und Weng Chih-tsung 翁誌聰 vom Taiwan Music institute 台灣音樂館 entgegen. Die Schenkungsurkunde unterzeichneten unsere amtierende Vorsitzende Dr. Shu-Jyuan Deiwiks 黃淑娟 und unser Gründer Alois Osterwalder 歐樂思.

Am 27. Oktober 2017 fand am „Welttag des Audiovisuellen Erbes“ in Taipeh ein Forum zur Feier von 50 Jahren Taiwanischer Volksmusik statt.

Die Eröffungsveranstaltung sowie Pressekonferenz fand am 27.10.2017 am 國立傳統藝術中心 statt. Die einjährige Ausstellung „Trace and Reveal“ (27.10.2017-30.09.2018) zeigt Exponate der Kooperation und Freundschaft mit dem Ostasien-Institut e.V.

Berichterstattung (Taiwan): https://newtalk.tw/news/view/2017-10-27/101823

Pressestatement von Alois Osterwalder: https://www.youtube.com/watch?v=ZJ1_t8utRcc

Ausstellungsseite: http://tttc.culture.tw/Xiqu/activities_17090809031301358.aspx

SIE HÄNGT! Die feierliche Enthüllung der Gedenktafel and Wang Guangqi und das Abendkonzert waren ein voller Erfolg! Wir bedanken uns herzlich beim Ersten Bürgermeister, Herrn Limbach, der Delegation aus China, angeführt von Frau Prof. Gesang Meiduo, bei den Bewohnern des Hauses in der Argelanderstraße 33 und bei den zahlreichen Gästen!

Gedenktafel und Konzert für Wang Guangqi in Bonn

Der chinesische Musikwissenschaftler Wang Guangqi 王光祈 (1892-1936) erlangte an der Universität Bonn die Doktorwürde für seine Dissertation über die chinesische Oper im Fach Musikwissenschaft. Gleichzeitig war er einer der ersten Dozenten für chinesische Sprache in Bonn. Während seines Aufenthaltes in Deutschland berichtete er in die Heimat von der deutschen Gesellschaft im Allgemeinen und ganz besonders von der Musik. Er lebte in der Argelanderstraße in Bonn und starb dort im Jahr 1936. Er gilt als der Begründer der modernen Musikwissenschaft in China und gleichzeitig als einer der ersten, der chinesische Musik in der westlichen Welt bekannt machte.

Am 9.9. um 15:00 wird feierlich die Gedenktafel für Wang Guangqi an seinem ehemaligen Wohnhaus, Argelanderstraße 33, enthüllt. Um 19:00 folgt dann das festliche Konzert, zu dem wir die Ehre haben, drei distinguierte Spielerinnen der chinesischen „Wölbbrett-Zither“ Guqin begrüßen zu dürfen. Dieses Instrument steht in einer jahrtausendealten Tradition, ebenso gehen viele der Stücke, die auf ihr gespielt werden, in die vorchristliche Zeit zurück.

Die feierliche Enthüllung war ein voller Erfolg, wie unser Video zeigt:

Programm:

15:00 Feierliche Enthüllung der Gedenktafel

Es sprechen:

  • Reinhard Limbach (Erster Bürgermeister)
  • Stefan-Peter Greiner (Hauseigentümer)
  • Gesang Meiduo (Professorin der Sichuan Musikhochschule)
  • Huang Mei (Guqin-Spielerin)

19:00 Abendkonzert: „Erinnerung an einen alten Freund“ 忆故人

Es spielen auf der Guqin:

  • Huang Mei
  • Li Mengjie
  • Yang Xi